Geistliche Begleitung in der KLJB

In unseren Zielen und Leitsätzen aus dem Jahr 2000 betonen wir, dass es ermöglicht werden sollte, Ausdrucksformen unseres Glaubens kennen zu lernen, zu entwickeln und zu erproben. Besonders in Zeiten der Verunsicherung und Gleichgültigkeit suchen wir nach Lebensformen, die uns Orientierung und Halt bieten. Dabei spielt die Aufgabe der geistlichen Begleiter eine besondere Rolle. Mit dieser Information wollen wir einen Einblick in die Aufgaben eines Geistlichen Begleiters geben.

 

Aus der Satzung der KLJB im Erzbistum Paderborn:

Unserer Satzung kann man entnehmen, dass der Vorstand auf Orts- und Mittlerer Ebene (Dekanat bzw. Kreis) aus einer Vorsitzenden, einem Vorsitzenden und einer Geistlichen Begleitung besteht. Zur Aufgabe der Geistlichen Begleitung können Mitglieder in den Orten und Dekanaten eine Person des Vertrauens wählen. Das kann ein Priester oder ein Laie, Frau oder Mann sein, die/der katholisch getauft und gefirmt sein und am kirchlichen Leben teilnehmen soll.

 

 

Was eine Geistliche Begleitung sein kann…

…beschreiben schlagwortartig folgende Leitbilder (vgl. Paul Hüster, „Zeltdach und Horizont“):

1. Sinndeuter - Leben aus dem Geist Jesu
Er deutet das Leben und die Erfahrung der Kinder und Jugendlichen aus dem Glauben heraus.

2. Kundschafter - Leben in der Hoffnung
Er fördert Visionen und Träume der Kinder und Jugendlichen, er ist dabei ihr Anwalt und Ermutiger.

3. Grenzgänger - Leben in der Freiheit
Er hilft Kindern und Jugendlichen ihre Lebenswelt in verantworteter Freiheit zu gestalten und vermittelt nach außen.

4. Brandstifter - Leben in Wahrheit
Er ist Visionär, hat Mut zur Provokation und Konfrontation. Er begeistert und fragt an, fordert heraus und gibt Impulse, denkt quer und setzt Zeichen.

5. Wegbegleiter - Leben in tätiger Solidarität
Er ist ein Mensch mit Erfahrungsvorsprung, der zuhört und vermittelt, der Sprachrohr ist für die, die sonst untergehen.

 

Aus der Ordnung der Geistlichen Begleitung im Erzbistum Paderborn:

"Diözesanseelsorger der Verbände beauftragen die Laien, die noch keine bischöfliche Beauftragung haben, aber in die Aufgaben der Geistlichen Leitung gewählt sind. Diese Beauftragung erfolgt nach der Teilnahme an einem Ausbildungskurs für Geistliche Leitung und gilt für die Dauer der Amtszeit. Personen, die bereits durch den Bischof beauftragt wurden (Weihe, Missio), werden durch die Diözesanseelsorger für ihr Amt bestätigt.

Auch diese Bestätigung gilt für die Dauer der Amtszeit. Falls es keinen Diözesanseelsorger des entsprechenden Jugendverbandes gibt, erfolgt die Beauftragung durch den BDKJ-Diözesanseelsorger. Darüber hinaus verpflichten sich die Diözesanverbände, insbesondere die Diözesanseelsorger:

  1. Die Voraussetzungen der KandidatInnen im Sinne der Regelung des Erzbischofs vom 29.5.1997 zu prüfen.
  2. Ein Ausbildungsangebot zu gewährleisten, das zur Erlangung und Weiterqualifizierung theologischer, spiritueller und jugendpastoraler Kompetenzen führt.
  3. Für einen innerverbandlichen Austausch derjenigen zu sorgen, die die Aufgaben der Geistlichen Leitung wahrnehmen.
  4. Auf Angebote der geistlichen, spirituellen Vertiefung hinzuweisen und
  5. Für eine angemessene Beauftragung zu sorgen.

 

Die Verantwortlichen der einzelnen Verbände fördern die Bereitschaft ein solches Amt zu übernehmen, schaffen entsprechende Ausbildungsangebote und entwickeln entsprechend ihrer Tradition eine Kultur, in der die Beauftragung erfolgen kann. Für die Ausbildung werden notwendige Standards festgesetzt und weiterentwickelt. Für eine zeitliche Nähe zwischen Ausbildung, Wahl und Beauftragung ist zu sorgen.

Im Übrigen wird auf die Rahmenordnung der deutschen Bischöfe vom November 1997 (Die deutschen Bischöfe, Erklärung 59) und die Erklärung der Deutschen Bischöfe „Geistliche Leitung in den katholischen Jugendverbänden“ (Die deutschen Bischöfe, Erklärung 87) vom Januar 2007 verwiesen.

Beauftragung Geistl. Begleiter

Wie der „Ordnung für Geistliche Begleiter im BDKJ Diözesanverband Paderborn“ zu entnehmen ist, können gewählte Geistliche Begleiter durch den Diözesanseelsorger für ihr Amt beauftragt werden. Diese Beauftragung kann in einen Gottesdienst eingebettet sein, in dem als äußeres Zeichen das Radsymbol unseres Verbandspatrons, des heiligen Bruder Klaus, überreicht wird.

Für Nikolaus von Flüe wird in diesem Bild das Wesen Gottes deutlich. Der Mittelpunkt steht für die ungeteilte Gottheit. Die drei Strahlen die von der Mitte nach außen gehen, stehen für die drei göttlichen Personen, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, die in die Welt hineinwirken. Kräfte, die nach „draußen“ drängen, kennen wir. Sie treiben uns in die Welt, zu den Menschen und zu den Aufgaben, die uns gestellt sind. Von dort kommen wir zurück zur Mitte und finden einen neuen Zugang zu Gott. Er ist Antrieb und Mitte unseres Lebens zugleich.

Eine Kernaufgabe der Geistlichen Begleitung ist - und daran erinnert das Rad von Bruder Klaus –wieder in die Mitte und auf den Kern unseres Christenseins zurückzuführen. "Unser Lebensgrund ist Jesus Christus!" - Dieses Bewusstsein halten wir wach!

 

Die komplette Broschüre „Geistliche Begleitung“ der KLJB im Erzbistum Paderborn kann hier als PDF-Datei (285 kb) heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

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