Nach dem Abi oder der Ausbildung ein Jahr raus in die weite Welt?

Zusammen mit verschiedenen Partnern in Sambia bietet die KLJB die Möglichkeit, für 12 Monate nach dem Abitur oder dem Abschluss der Berufsausbildung in Sambia einen Freiwilligendienst zu leisten. Momentan gibt es verschiedene Einsatzstellen in der Erzdiözese Kasama im Nordosten Sambias.

 

Bewerben können sich alle KLJBlerInnen aus dem Erzbistum Paderborn, die Lust auf ein Jahr in Sambia und Interesse an einer freiwilligen Tätigkeit haben. Die Freiwilligen werden von der KLJB zusammen mit dem mundus Eine Welt e.V. vorbereitet und ausgesendet.

 

Weitere Informationen dazu gibt in der Diözesanstelle und auf der Website des mundus Eine Welt e.V.


Kasama – Kasama International School (KIS)

(Frauenstelle!)

Wie der Name KIS bereits vermuten lässt, befindet sich die Schule in der Stadt Kasama im Norden Sambias. Am Stadtrand gelegen, grenzt die Schule an zahlreichen kleineren, umliegende Gemeinden an. Kasama ist nicht nur Provinzhauptstadt, sondern auch der Name der Diözese dieser Region. Anders als die staatlichen Schulen in Sambia, die oftmals sehr einfach ausgestattet sind, ist die KIS eine Privat-Schule mit angeschlossenem Bording-House. Das Bording-House direkt auf dem Gelände der Schule bietet nicht nur den Schülerinnen und Schülern und der Schulleitung sondern auch einigen Angestellten und schließlich der Freiwilligen einen Wohnraum. Die Freiwillige vor Ort hat die Aufgabe der Mitarbeit und Hilfestellung im Unterricht, die Gestaltung und Bereitstellung von Freizeitaktivitäten im Nachmittagsbereich (Workshops, Spiele, Bastelaktivitäten, usw.) sowie die Unterstützung bei Alltagsaufgaben und Tätigkeiten im Bording-Haus (Begleitung der Kinder beim Waschen, Anziehen, Schulsachen packen, Hausaufgabenbetreuung, etc.). Bis zur Innenstadt sind es zu Fuß etwa 20 min, mit dem Fahrrad 10-15 min und mit öfftl. Verkehrsmitteln entsprechend schneller. Die Schulleiterin selbst ist Französin, die bereits seit vielen Jahren in Sambia lebt. Dadurch, dass die Freiwillige selbst in der Einrichtung lebt, liegen die Herausforderungen der Stelle in der Gestaltung eines angemessenen Verhältnisses von Arbeit, Freizeit und Privatsphäre sowie einer hohen Kommunikationsbereitschaft diesbezüglich.


Kasama - Tetekela Day Care Center

(Frauenstelle, die nur zu weit besetz wird)

Das Center befindet sich ebenfalls etwas außerhalb des Kerns der Stadt Kasama Kasama, welche, wie bereits angedeutet, gleichzeitig Provinzhauptstadt und Name der Diözese der Region ist. Im Tetekela werden ausschließlich weibliche Freiwillige eingesetzt, denn die Freiwilligen leben auf dem Convent-Gelände der Ordensschwestern Sisters of Child Jesus. Ein bisschen abseits des Hauptgebäudes befindet sich ein Bungalow. Entweder die Freiwilligen leben in eben diesem Bungalow oder bekommen ein eigenes Zimmer mit sanitären Anlagen in dem Hauptgebäude. Das Tetekela Day Care Center befindet sich nur wenige Gehminuten von der Unterkunft entfernt. Das Center umfasst eine Schule für Kinder aus sozial-schwächeren Familien und eine Tageseinrichtung, die vergleichbar mit einem Kinder- und Jugendcenter ist. Insgesamt kommen etwa 60 Kinder regelmäßig in die Einrichtung. Ursprünglich diente die Einrichtung v.a. dazu, Kinder in einem Zeitraum von etwa 1-2 Jahren auf den regulären Schulbesuch einer staatlichen Schule vorzubereiten, welchen die Schwestern für die Kinder finanzieren. Der Stellenwert der Schule jedoch wächst, sodass dieser Arbeitsbereich ebenfalls Aufgaben für die Mitarbeit bereithält. Neben der Hilfestellung im Unterricht können die Freiwilligen bei der Gestaltung von Aktivitäten zum spielerischen Erlernen der Zahlen, Buchstaben usw. sowie der Bereitstellung von Bewegungsangeboten (Sport) aushelfen, kreative und musische Angebote auf die Beine stellen oder beispielsweise Themen aus dem Jahr (wie z.B. Ostern, Weihnachten, Erntedank usw.) aufgreifen und gemeinsam mit den Kindern aufarbeiten. Insgesamt leben hier 3 Schwestern mit den Freiwilligen in dem Convent zusammen. Immer wieder kommt es vor, dass Schwestern versetzt werden und neue Schwestern in die Gemeinschaft kommen und in dem Convent leben. Außerhalb des Tetekelas liegen einige weitere Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in erreichbarer Nähe. Vom Tetekela bis in die Stadt sind es ca. 30-40 Gehminuten und entsprechend weniger Fahrminuten ins Hauptzentrum (Innenstadt), das über Supermärkte, kulturelle Angebote usw. verfügt. Das Leben im Convent ist an einigen Regeln und Voraussetzungen gebunden. Der Kleidungsstil sollte nicht freizügig sein, die Freiwillige sollte ab und an am Gottesdienst teilnehmen, dem christlichen Leben in der Gemeinschaft gegenüber offen sein, und sich darüber hinaus an verabredete Ausgehzeiten halten.


Kasama - Mapalo Day Care Center und Mapalo School

(Frauen oder Männerstelle!)

Das Mapalo Day Care Center ist ein Tageszentrum für Mütter mit Kindern mit einer Behinderung. Daran angrenzend befindet sich eine Schule, die ebenfalls dem Träger der Einrichtung gehört. Das Mapalo Day Care Center liegt in unmittelbarer Nähe zum Tetekela sowie zu den o.g. Schulen in der  Provinzhauptstadt Kasama. Die Stelle besteht aus zwei Arbeitsbereichen, die sich folgendermaßen aufteilen lassen: zum einen zählt die Mitarbeit im Tageszentrum, das etwa zweimal pro Woche geöffnet hat und zum anderen die Mitarbeit in der Schule zu den Aufgaben der oder des Freiwilligen. Im Tageszentrum könnte eine Aufgabe darin bestehen, leichte Bewegungsangebote oder kreative / spielerische Angebote (je nach Grad der Behinderung) für die Kinder bereitzustellen und durchzuführen. Des Weiteren können auch Betreuungsaufgaben anfallen, die nicht nur auf die Kinder, sondern auch auf die Mütter abzielen. Hier geht es oftmals v.a. darum, den Müttern und ihren Kindern eine geschützte Atmosphäre zu schaffen und Verständnis und Empathie zu vermitteln. Behinderungen sind in Sambia zwar kein grundsätzliches Tabu-Thema, aber die Möglichkeiten der Förderung und der Grad der Unterstützung von der Außenwelt sind dennoch sehr gering bis hin zu gar nicht vorhanden. Entsprechend ist es hochbedeutend, dass mit der Einrichtung Personen zugänglich sind, die sich intensiv mit den Kindern und ggf. den Müttern beschäftigen. Der zweite Bereich umfasst die Unterstützung des Unterrichts in der Schule, die durch Hilfestellung, Überprüfung von Aufgaben, sowie die Unterstützung einzelner Schüler und Schülerinnen im Rahmen des Unterrichts beschreiben lässt. Die Schülerinnen und Schüler haben keine Behinderung. Je nach Interesse können zusätzlich Unterrichtseinheiten auch selbst gestaltet und gefüllt werden. Ein weiterer Bestandteil ist die Betreuung der Schüler in den Pausen einhergehend mit der Schaffung von Angeboten (Spiel, Sport, Spaß). Die Freiwilligen leben in einer Gastfamilie. Die Stelle ist neu und wird zum ersten Mal besetzt. In den vergangenen Jahren haben aber bereits einige Freiwilligen temporär in der Einrichtung gearbeitet.


Mpulungu - Stella Maris Convent School

(Frauenstelle!)

Mpulungu liegt im hohen Norden Sambias an der Grenze zu Tansania, Burundi und der demokratischen Republik Kongo. Die Stadt gehört zur Northern Provinz und befindet sich direkt an einem See. Der Alltag der Freiwilligen dort spielt sich in der Stella Maris School, im Kindergarten sowie in dem Ordenshaus, das gleichzeitig Unterkunft der Freiwilligen ist, ab. Anders als in einem Ordenshaus in Deutschland leben in Mpulungu neben der Freiwilligen nur Schwestern in dem Convent, die gleichzeitig auch als Lehrerinnen in der Schule oder dem Kindergarten tätig sind (Ausnahme die Ordensvorsteherin). Mpulungu liegt in einer ländlichen Gegend und befindet sich ca. 6 Autostunden von Kasama entfernt. Der Charme Sambias ist hier im Vergleich zu den Stellen in Kasama deutlicher zu spüren. Dennoch birgt das auch Schwierigkeiten mit sich, denn die Freiwillige hier muss offen sein für die landestypischen Speisen, Kontakte zu Einheimischen und muss damit klar kommen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Wer sich darauf einlassen kann, wird sicher sehr intensive und wunderbar schöne Erfahrungen machen. Die Tätigkeiten in der Schule lassen durch unterstützende Tätigkeiten im Rahmen der Unterrichtsgestaltung, dem Korrigieren von Aufgaben, der Organisation und Planung von Unterrichtsstunden und der Bereitstellung von Angeboten in den Pausen zwischen den Unterrichtseinheiten beschreiben. Ähnliches gilt für die Mitarbeit im Kindergarten, in dem über spielerische Angebote und Bewegungsangebote Bildung vermittelt wird. Darüber hinaus steht es der Freiwilligen offen, selbst Projekte oder AGs ins Leben zu rufen und selbstständig durchzuführen. Die Schule und das Ordenshaus liegen wenige Gehminuten voneinander entfernt. Zudem gibt es vor Ort eine Art Bordinghouse, in dem einige der SchülerInnen leben. GGf. ist auch eine zusätzliche Mitarbeit hier möglich. Mpulungu selbst ist eine Kleinstadt, die außerdem über zahlreiche andere Einrichtungen verfügt. Der Weg nach Kasama umfasst ungefähr eine Ganztagestour. Da die Stelle bereits seit einigen Jahren existiert, sind die Dorfbewohner/Stadtbewohner daran gewohnt, Weiße zu erblicken. In der Vergangenheit waren außerdem Freiwillige aus den USA oder Asien in umliegenden Einrichtungen eingebunden. Aber Achtung - auch hier gilt das richtige Maß: intensive Kontakte zu Weißen ist mit Schwierigkeiten verbunden, da das oft zur Isolierung von den Einheimischen führt.


Blogs - Eindrücke von Freiwilligen in Sambia

Ihr wollt einen realistischen Einblick in das Leben als Freiwilliger vor Ort in Sambia erhalten? Schaut doch mal in die Blocks unserer Freiwilligen rein, die gerade in Sambia sind!

International School und Boarding House, Kasama

http://meinjahrinsambia.blogspot.com/?m=1

 

Fountain School, Kasama 

MIJARC (international Youth Organisation), Kasama

Tetekela Day Care Centre, Kasama


Rahmenbedingungen

Der Freiwilligendienst wird von der KLJB in Kooperation mit dem mundus
Eine Welt e.V. angeboten und über das Programm „weltwärts“ der Bundesregierung gefördert. Übernommen werden die Kosten für den Flug, die Vor- und Nachbereitungsseminare und die notwendigen Versicherungen. Eine Unterkunft und Verpflegung wird vom sambischen Partner gestellt. JedeR Freiwillige erhält ein Taschengeld.

Der/Die Freiwillige ist zuständig für eine gründliche medizinische Vorbereitung und
die Beantragung des Visums. Die Kosten dafür sind vom Freiwilligen zu tragen. Alle Stellen können als Ersatz für den Zivildienst anerkannt werden. Alle Freiwilligen müssen über gute Englischkenntnisse verfügen. Vor Ort in Sambia wird von vielen Menschen nur die lokale Sprache Bemba gesprochen. Alle Freiwilligen sollten bereit sein, Grundkenntnisse in Bemba zu erwerben, sich auf die sambische Kultur einzulassen und unter anderen Lebensbedingungen
als hier zu leben.

 

Bewerbung

Laufend können erste Informationsgespräche mit der Diözesanstelle geführt werden. Kontakte zu ehemaligen Freiwilligen werden gern hergestellt. 
Für die Bewerbung muss im Diözesanbüro ein Motivationsschreiben und ein Lebenslauf mit Foto in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden. Die Auswahl der Freiwilligen erfolgt noch in dem Jahr und ab Januar beginnt die Vorbereitung. Der Ausreisetermin kann flexibel im Sommer gewählt werden.

 

Termine

Es liegen momentan keine Termine vor.